Montag, 7. Juli 2008

Exkursion Braunschweig

Am Samstag war ich mit meinem Proseminarkurs (Heinrich der Löwe und seine Zeit) nach Braunschweig gefahren. Um 8.30 haben wir uns getroffen, kurz vor 9 Uhr sind wir aber erst losgekommen. Eigentlich wollten wir mit den vier Autos mehr oder weniger Kolonne fahren. Ich saß im letzten Auto und da wir an einer roten Ampel (bereits in Berlin!) warten mussten, haben wir die anderen schon verloren. Da die aber zur Tankstelle fahren mussten, waren wir auch mit einem kleinen Ford Ka als erste am Ziel!

1 Burg Dankwarderode
2 Löwenstandbild
3 Dom St. Blasii
4 Dompredigerhaus
5 Bürgerhaus
6 Vieweghaus
7 Von Veltheimsches Haus
8 Huneborstelsches Haus
9 Bürgerhaus, »Lehrlingsheim« im Hof von (8)
10 Hotel »Deutsches Haus«

[Blick vom Burgplatz in die Straße Vor der Burg]

Kurz nach 12 Uhr waren wir dann an unserem Ziel: der Burgplatz von Braunschweig. Da wir noch warten mußten bis wir in den Dom St. Blasii hinein durften, haben wir uns das Gebäude von Außen angeschaut. Dazu gab es dann auch ein Referat. Da hb ich schon wieder Angst bekommen, da er so ausführlich in die Kunstgeschichte ging, was ich bei meinem Referat nicht beachtet habe.

[Dom St Blasii (Südseite)]


[Tür zum Dom St. Blasii]

[Dom St. Blasii (Nordseite)]

[Detail Dom St. Blasii]

[Verbindungsbrücke von der Burg Dankwarderode zum Dom St. Blasii]

Nach 12.30 durften wir dann auch ins Innere. Nachdem wir uns selbst umgeschaut haben, kam dann ein Tourist-Guide, der uns sehr ausführlich (fast ein einhalb Stunden!) über alle Kunstdetails und geschichtlichen Veränderungen berichtete. Sehr interessant, aber anstrengend, wenn man so lange bei der Wärme stehen muss.

[Im Innern des Doms St. Blasii (Blick zur Ostseite)]

[Im Innern des Doms St. Blasii (im Vordergrund Grabstätte des Stifterehepaares, Heinrich der Löwe und Mathilde)]

[Fenster, Dom St. Blasii (Westseite)]

[Fenster, Dom St. Blasii (Nordseite)]

[Fenster, Dom St. Blasii (Südseite)]

[Fenster, Dom St. Blasii (Ostseite)]

[Siebenarmiger Leuchter im Dom St. Blasii]

Nach einer Mittagspause, natürlich konnte man sich nicht einigen und Studenten schauen ja immer aufs Geld, haben wir uns Richtung Burg Dankwarderode begeben. Dort haben wir uns zuerst den Rittersaal im Obergeschoss angesehen. Danach haben wir uns in die Mittelalterausstellung begeben. Ich fand die Ausstellung eher deprimierend, sehr wenige Austellungsstücke. Wirklich interessant war da nur der Original Burglöwe von 1166.

[Burg Dankwarderode]

[Burglöwe auf dem Burgplatz (mittelalterliches Original steht im Museum!)]

[Blick aus dem Rittersaal, Burg Dankwarderode]

[Blick auf den Burgplatz vom Rittersaal aus, Burg Dankwarderode]

[Blick auf den Burgplatz vom Rittersaal aus, Burg Dankwarderode]

[Blick aus dem Rittersaal, Burg Dankwarderode (Nordseite des Doms St. Blasii)]

[Rittersaal, Burg Dankwarderode]

[Rittersaal, Burg Dankwarderode]

[Wandbemalung im Rittersaal, Burg Dankwarderode]

Da wir schon sehr fertig waren (man steht ja als Student nicht jeden Tag zu 8.30 auf!), sind wir dann noch ein wenig durch die Stadt gegangen.

[Gewandhaus am Altstadtmarkt]

[Altes Zoll- und Landwehrhaus und Martinikirche am Altstadtmarkt]

[Altes Zoll- und Landwehrhaus und Martinikirche am Altstadtmarkt]

[Altstadt-Rathaus am Altstadtmarkt]

[Altstadt-Rathaus und Marienbrunnen am Altstadtmarkt]

[Braunschweiger Elle (Längemaß), Detail am Altstadt-Rathaus am Altstadtmarkt]

[Detail am Altstadt-Rathaus am Altstadtmarkt]

[Detail am Altstadt-Rathaus am Altstadtmarkt]

[Martinikirche am Altstadtmarkt]

[Martinikirche am Altstadtmarkt]

[Heinrichsbrunnen am Hagenmarkt]

[Detail des Heinrichsbrunnen am Hagenmarkt]

[Detail des Heinrichsbrunnen am Hagenmarkt]

Ca. 17.45 Uhr waren wir dann am Auto, zurück bin ich in einem Cabrio gefahren, mit Verdeck wurde es sehr heiß im Auto. Somit war ich froh, gegen 20 Uhr in Berlin wieder aussteigen zu können.

Freitag, 4. Juli 2008

Donnerstag, 26. Juni 2008

Donnerstag, 19. Juni 2008

Dienstag, 17. Juni 2008

Neues von Schnuffel! ;-)

Kann das Video leider nicht rein stellen, deshalb über diesen Link!

Donnerstag, 12. Juni 2008

Sonntag, 8. Juni 2008

Sonntag, 1. Juni 2008

Sonntag, 25. Mai 2008

Sonntag, 18. Mai 2008

Deutschlands Superstar 2008

Gestern war es also wieder einmal soweit: Das Finale von "Deutschland sucht den Superstar"! Nachdem meine erste Favoritin Linda bereits letzte Woche ausgeschieden ist, hier ein Video:



, hat gestern zum Glück mein zweiter Favorit gewonnen: Thomas Godoj! Hier "Chasing Cars" aus dem Finale:



Ich mag seine Stimme einfach, wobei ich Linda gleichberechtigt bewerte! Sie haben einfach Stil und etwas besonderes in der Stimme. Auch wenn Fady Maalouf viele Fans haben mag, ich find ihn einfach nur bääh, einer von tausenden Milchbubies. Wer will denn sowas alltägliches? Ich drück Thomas jedenfalls die Daumen für seine Karriere, auch wenn sich die erste Singel meiner Meinung nach nicht der Hit ist!

Samstag, 17. Mai 2008

Norwegens wichtigster Tag

Heute ist bekanntlich Norwegens Nationalfeiertag. Ich werde meine Fahne natürlich auch hissen, damit ich wenigstens auf einer Weise "in" Norwegen bin. Zu dem Anlass habe ich mal in der großen Welt des Internets geschaut und auch etwas passendes für den heutigen Tag. Auf Ikkepedia fand ich eine neue Version der Nationalhymne:

Ja vi elsker kjøtt og pølse,
gammelost og smør,
De som ikke liker dette,
jager vi på dør!
Elsker, elsker det å sette,
tenna i et brød.
Og for selv om vi er trette,
Skal vi ete til vår døøød.

Norske spann i pin og hytte,
løp så fort du, Knut!
Vi skal plukke bær av tytte,
med kost, og brett og klut.
Alt hva hakkene har hakket,
spadene har gravd.
Har en pære stille skrellet,
Og pæremos har lavd!

(Viel Spass beim Singen! ;-) )

Freitag, 16. Mai 2008

Erinnerungen an Bergen

Letzte Woche Dienstag (6.5.) saß ich mal wieder im Hörsaal und mußte an die Zeit in Bergen denken. Ja, ich werde immer noch sehr melancholisch, wenn ich an damals denken muss. Dabei kamen dann diese beiden Verse zustande:

"Bergen
     eg savner deg!
 Min sjel
     er hos deg!

 Bergen
    la meg tilbake!
 DU
    er mitt hjem!"


"Jeg sitter her
 på universitetet.
 Alt er så trøstesløs,
 minner meg om
 tiden i Bergen.
 Alle mine venner der.
 Alt er forferdelig og trist her.
 Vil tilbake!
 Der
 hvor jeg var lykkelig.
 I Bergen!"

Nemi - Uke 20


Freitag, 9. Mai 2008

Dienstag, 6. Mai 2008

Max und Moritz - Teil 7

Letzta Streich

Max un Moritz, lasst euch saren,
Diesma jehts euch annen Kraren!
Müssen die schon wieda flitzen,
Löscha inne Säcke ritzen?
Astend schleppt der Baua Mecke
Seinen Sack hier um de Ecke.
Wiea kiekt jebückt nach vorn,
Riesels schon, dit jute Korn,
Hinten außen Sacke nieda.
Mecke flucht: „Wat is dit wieda?“
Man, da siehta beede sitzen,
Die vor Angst schon schloddan, schwitzen;
Und er stoppt se mit Jenuss,
Rin in Sack – denn jetz is Schluss!
Eilich hasteta zur Mühle.
Jott, wie wird’s den beeden schwüle!
„Vorwärts Mülla, jreif den Sack,
Mahle er dit Lumpenpack!“
Hopp! Und rin jehts innen Trichta.
Selbstjustiz – da hilft keen Richta.
Rickeracke – rackericke,
Hörste knacken ihr Jenicke!
Noch ze sehn – doch bald vajessen,
Wenn se beede uffjefressen.
Un de Enten, fett un heita,
Leben bis zum Kochtopp weita.

Dit Ende vont Lied

Als man hört, die zwee sind wek,
Weent keen Aas an diesen Fleck.
Witwe Bolte sprach jewichtich:
„Dut ma leid un freut ma düchdich!“
„Ja“, schrie Böck, „so isset recht,
Die warn echt von innen schlecht!“
Lehra Lämpel ringt de Hände:
„Wat forn Ende! Wat forn Ende!“
„Klar“, brummt da der Zuckabäcka,
„Uffjebacken wern se lecka!“
Onkel Fritze meente: „Icke
Hatte längst de Faxen dicke!“
Mecke will bloß seine Ruh –
„Ick sach janüscht mehr dazu!“
Jubel, Trubel, Ringelpietz –
Freude überall im Kiez;
Mensch, wat war der Ärja jroß –
Die Rabauken sind wa los!

[Wilhelm Busch: Max und Moritz. Mundartgerecht, München 2007, S. 22-36]

Montag, 5. Mai 2008

Mortens Rückblick

Am 30. Mai wird das neue Album von Morten Harket, "Letter from Egypt", veröffentlicht (in Norwegen am 19. Mai). Am Samstag wurde im Dagbladet ein Interview mit Morten veröffentlicht, natürlich auf Norwegisch. Dort gibt er eine Art Rückblick auf seine Vergangenheit, übrigens mit sehr schönen Bildern.

Sonntag, 4. Mai 2008

Max und Moritz - Teil 6

Sechsta Streich

Wenn dit Ostafeste naht,
Sind de Bäckasleut uff Draht,
Backen Liebesknochn, Schneckn,
Nonnefötzkin, Mandelecken.
Nach wat Leckret in ihrn Bauch
Jiepan Max un Moritz auch.
Doch der Bäcka is nich doof,
Schließt die Bude – latscht von Hof.
Willste klaun, wat Süßet lutschn,
Musste durchn Schornstein rutschn.
Hei! Da komm se ja schon runta,
Schwarz wie Raben, doch janz munta.
Eh se sich nu recht besinn,
Fliegn se inne Kiste rinn.
Kiek! Nu sin de beeden Ludas,
Rund herum mit Mehl jepudat.
Uffn Brett de Prezeln liejen,
Maxe grabscht – er will se kriejen.
Doch der morsche Stuhl macht: Knacks!!
Erst fliecht Moritz – denn der Max.
Aus de Pampe uffjetaucht,
Stehn se beede schlimm jeschlaucht.
Un de süßen Jammalappm,
Wird der Meesta sich gleich schnappm!
Janüscht hilft da inne Not,
Wern jerollt zu Kuchenbrot.
Ha! Im Ofen is noch Feua,
Rin mit euch, ihr Unjeheua!
Hei! Wie hüpft der Meesta lustich,
Beede sind se braun un knusprich.
Sind se dot nu, futsch un nieda?
Denkste Puppe – die komm wieda!
Denn de Mäusezehne nagen,
Sich hindurch bis annen Kragen.
Un der Bäcka blass vor Schreck
Schreit: „Vaflixt – die loofen wek!“
So, dit war der sechste Streich,
Klar der letzte folcht ooch gleich.

Samstag, 3. Mai 2008

Max und Moritz - Teil 5

Fünfta Streich

Hast n Onkel anne Panke,
Havel oda Krumme Lanke,
Biste stille, hälst de Klappe,
Onkels sind oft nich von Pappe.
Issa morjens uffjewacht,
Frachste gleich: „Wie war de Nacht?“
Ooch, oba wat brauchen kann,
Mit de Zeitung fängste an.
Oda hatat mitn Rücken,
Tut dit Rheuma wieda zwicken,
Kramste schnell de Salbe vor,
Schmierst un salbstn bis ant Ohr.
Oda schniefta seine Priesen,
Krichta sich nich ein vont Niesen,
Ruft man: „Onkelchin, zum Wohle“,
Detta sich keen Schnuppen hole.
Tappta heimwärts ma, der Olle,
Nach de zehnte, zwölfte Molle,
Hilfstn aus de Jacke raus,
Ziehst ihn ooch de Stiebeln aus.
Kurz un jut, man tut un macht,
Imma uff sein Wohl bedacht.
Max un Moritz war dit schnuppe.
Onkeln helfen? Denkste Puppe!
Wo se jrad for Onkel Fritze
Ausjedacht sich jute Witze!
Wenn im Mai de Kefas krabbeln,
Inne Bäume fliejen, zappeln,
Weeß im Dorf ja jedet Kind,
Det dit bloß de Kefa sind.
Max un Moritz jehn un rütteln,
Um se sich vom Boom ze schütteln.
Rin damit in ihre Tüte,
Hundat Krablas – meene Jüte!
Nu jeflitzt zu Onkel Fritze,
Rin int Bette, inne Ritze.
Untan Bett sein Pinkeltopp,
Zippelmütze uffn Kopp,
Streckt sich Onkel hin zur Ruh –
Schnarcht sich eens, de Oogen zu!
Doch im Bette – watn Jraus –
Krabbels aus de Ritzen raus!
Un schon piekt der erste Kefa,
Inne Neese von den Schlefa.
„He!“ brüllt Onkel Fritz vaschreckt,
„Wer hat mir jetzt uffjeweckt?“
Türmen mussa außen Bette,
Deta sich vort Unheil rette.
„Au!“ Da sticht ihn wat in Hintan,
Jott! wat mussa nachts sich schindan!
Durch de Bude summs uns krabbels,
Onkel Fritze stöhnt un zappelt.
Mitn Latschen un een Been
Hauta allet kurz un kleen.
Wa – da kiekste! Eens un zwee,
Sind de Kefa Frikassee.
Weita schnarchta unvadrossn,
Beede Oogen fest vaschlossn.
Dit war erst der fünfte Streich,
Klar, der sechste folcht ooch gleich.

Donnerstag, 1. Mai 2008

"Wir lieben Kino"

Mein deutscher Lieblingsschauspieler MATTHIAS SCHWEIGHÖFER (!!!) unterstützt ja bekanntlich den deutschen Film. Zu diesem Zweck wurde ein Kurzfilm gedreht, den ich an dieser Stelle reinstellen möchte:



Wie man gesehen hat wurde der Film in meiner LieblingsU-Bahn-Linie gedreht: nach OSLOER STRASSE! Ist er nich wieder hinreißend? Ich muss immer schmachten, wenn ich ihn sehe. Um nochmal sabbern zu könner, hier der Trailer zu "Der rote Baron" (englische Fassung, da der Film ja auch in Englisch gedreht wurde):

Mittwoch, 30. April 2008

Nemi - Uke 18


Max und Moritz - Teil 4

Vierta Streich

Schule is nich wat zu lachen,
Denn se soll jebüldet machen.
Will der Mensch nich dusslich bleim,
Mussa lesin, rechen, schreim.
Aba nich nur dit alleene,
Bringt den Jeist dir uff de Beene.
Nee, man muss nach Höhret strebm,
Dit is wichtich for dit Lebm.
Hörste Weisheit mit Vagniejen,
Drings in Kopp – un bleibt ooch liejen.
Lehra Lämpel janz besessn,
Hat de Weisheit wohl jefressn.
Max un Moritz, diese Lümmel,
Zeichtn Lämpel oft n Fimmel.
Lämpel liebn? die zwee Schufte
Fandn Lehras janich dufte!
Pauka Lämpels schönsdit Lasta,
War die Feife un der Knasta.
Jieprich nachn Schaukelstuhle,
Kama mittachs vonne Schule,
Steckt de Meerschaumpiepe an,
Wat man ihm ooch jönn’n kann.
Die zwee Bälja ohne Ruh,
Übalejen immazu,
Wo der Pauk ais zu jreifen.
Beede jrinsen: „Mensch, de Feifen!“
Sonntachs is det Lämpels Ziels
Kürche un dit Orjelspiel.
Janz entrückt, vazückt un bieda,
Spielta seine frommsten Lieda.
Man, dit war wat für de Jörn,
Keena wird im Haus se störn.
Maxe jreift ooch gleich zur Wand,
Hält de Piepe inne Hand.
Un der Moritz – meine Jüte! –
Holt det Pulva aus de Tüte,
Drückt un stoppt, un eens, zwee, drei –
Sitzt dit fest im Piepenei!
Jetzt bloß nich so lang jefackelt:
Lämpel kommt schon anjewackelt.
Schließt de Düre – is schon spet;
Dotenstille alssa jeht.
Mitn janzen Kirchenkrempel
Latscht nach Haus der olle Lämpel,
Um in seine Bude drin,
Zu bekieken sich von inn!
Un dit Allaschönste dann,
Wenna steckt de Piepe an.
„Ach“, so denkta, „nach Malooche
Sitzick stille hier un rooche!“
Peng –! Det Piepe explodiert!
Schreck lass nach – wat is passiert?
Ofen, Tasse, Kaffepott,
Tüsch un Stuhl –! Ojottojott!
Allet fliecht ihm ums Jesichte –
Noch n Knall – aus is dit Lichte.
Als der Dunst zieht aus de Kamma,
Sieht ma Lämpeln – wat n Jamma,
Anjekokelt, doch am Lehm,
Unds Jerümpel liecht danehm.
Hand, Jesichte, Neese, Ohr,
Beinah schwärza als n Mohr,
Uffn Deez der Lockenkranz
Is vakohlt – beim Feuatanz.
Pauka Lämpel macht sich Sorjen:
Wer jeht inne Schule morjen?
Wer soll lehren nu de Jugend,
Vonne Wissenschaft un Tugend?
Allet kanna ja bejreifen –
Doch wie roochen, ohne Feifen?!
Trübsal blasen hat keen Sinn –
Bloß de Feife – die is hin!
Dit war nu der vierte Streich,
Klar, der fünfte folcht ooch gleich.

Montag, 28. April 2008

Was Neues vom "Künstler"

Hier mein neuestes Bild. Es stellt das Pferd meiner Cousine dar und wurde für eben jene als Geburtstagsgeschenk angefertigt.


Max und Moritz - Teil 3

Dritta Streich

Uffn Kiez, dicht anne Spree,
Steht von Böck dit Ateljee.
Alltachsplunda, Sonntachsstaat,
Allet machta ackurat.
Ob ne Weste oda Hose,
Ma uff Tallje, ma janz lose,
Mäntel, Fräcke, eng un weit,
Meesta Böck jing mit de Zeit.
Is der Stoff am Hintan dünn,
Setzda prompt n Flicken rin.
Knalln de Knöppe vonne Hose,
Wird ze eng de janze Schose,
Nimmste Jacke, Bluse, Kleid,
Jehst zu Böck, der weeß Bescheid.
Schneida Böck mit jutn Sinn,
Schneid wat ab – und neht wat rin!
Also hat man nah un fern,
Den olln Böck so richtich jern.
Doch de Lümmels hörste lachen:
„He – den wern wa Beene machen!“
Denn, da wo der Meesta hauste,
Ooch n Bach vorüba brauste,
Un da jibts keen andan Weech –
Imma musste üban Steech.
Mit de Seje inne Hand,
Komm de Schurken anjerannt.
Lange wird da nich jefackelt:
Rinjesecht, bis allet wackelt.
Und schon hörste aus de Hecke,
Wo se hocken im Vastecke:
„Olla dürra Ziejenböck,
Komm doch raus, mach meck, meck, meck!“
Mensch, wat mussta schon so hörn,
Wenich tatn sowat störn.
Doch jetzt rast sein dünnet Blut,
Bis int Been rutscht ihn de Wut!
Her de Elle, her de Schere –
Ick muss retten meene Ehre!
Denn schon wieda hörtat keck:
„Doova Schneida, meck, meck, meck!“
Man, da springta uff de Brücke –
Knacks! Die teilt sich in zwee Stücke …!
Plitsch, platsch, plumps, der Böck is weg –
Max un Moritz scherts n Dreck.
Während er noch janz benomm,
Komm zwee Jänse anjeschwomm,
Die der Böck in Not un Hast,
Angstvoll bei de Beene fasst.
Kurz bevora abjedriftet,
Hamsin noch uffs Land jeliftet.
Heimwärts kriechta – man muss saren,
Dit schluch mächtich uff sein Maren!
Allet schmerzt – er kann kaum loofn,
Springt vom Stuhl gleich uffn Ofn.
Seine Olle weeß hier Rat
Un mit heißa Plätte naht;
Üban Bauch ma längs, ma rund,
Plättet se ihn fix jesund.
Un im Dorf jehts ruff un runta:
„Böckn neht – er is schon munta!“
Dit war erst der dritte Streich,
Klar, der vierte folcht ooch gleich.

Samstag, 26. April 2008

Max und Moritz - Teil 2

Zweeta Streich

Langsam nur vajeht der Schmerz,
Der so uffjewühlt ihr Herz.
Denn ihr janza Lebenssinn,
Warn de Hühna – die sin hin!!
Inne Brust is noch n Ziehn –
War se imma jut zu ihn?!
Dabei denkt se an ihrn Jartn,
Wo se mank det Jriene scharrten.
Übergroß is ihre Traua,
Ja, se is so richtich saua.
Uffn Herde liegn de Dodn,
Schon jeruppt bis anne Fotn.
Und se denkt: Ick wird’ se essen,
Und dit Unjlück schnell vajessen.
Wieda muss de Bolten ween,
Und der Spitz steht doof danehm. –
Max un Moritz hams jerochn
Und sin kess uffs Dach jekrochn,
Kiekn durch n Schornstein runta,
Mensch, da wern se beede munta:
Hühnaleichn ohne Kopp
Schmurjeln dufte schon im Topp.
Stillvajnücht un mit n Tella
Laatscht de Bolten in ihrn Kella,
Holt sich ausn Fass von Holz –
Sauerkohl, ihr janza Stolz.
KOHL – !! Wie da ihr Herze lacht,
Wenna wieda warmjemacht!
Uffn Dach die zwee Halunkn
Ziehn de Fiecha durch de Funkn.
Maxe hat jut nachjedacht,
Und ne Angel mitjebracht.
Schwupp – ! Dit erste muss dran gloom,
Schwebt wien Engelchen nach oom.
Schon fliechts zweete durch de Luft,
Denn dit dritte – wat forn Duft!
Hahnemann noch hintaher,
Man! jetz is de Fanne leer!
Spitz bellt laut, er hats jesehn,
Ihm bleibt nich det kleenste Been!
Fix vaduften die Chaoten,
Mit de Hühna inne Foten.
Ach, dit Drama nimmt keen Ende,
Allet fliecht aus Boltens Hände,
Wie se kiekt zur Fanne hin.
Wat – ?! Da is keen Huhn mehr drin?
„Spitz“, schreit laut se volla Wut.
Ach, den jeht dit janich jut.
Denn schon grabscht se nach ne Kelle,
Zu vadreschen seine Pelle.
„Warte Spitz, du blöda Köta,
Aus dir mach ick Hackepeta!“
Und denn drischt se ooch wie dumm
Uff die kleene Töle rum. –
Mank de Heckn, die zwee Fratzn,
Seelnruhich sich eens ratzn.
Aus de Mäula – kannste sehn –
Kiekt n letztet Hühnabeen.
So, dit war der zweete Streich –
Klar, der dritte folcht ooch gleich.

Donnerstag, 24. April 2008

Nemi - Uke 17


Max und Moritz - Teil 1

Dies soll der erste Teil von einer Fassung der wohl bekanntesten Geschichte von Wilhelm Busch sein. Allerdings, wie der Leser sehen wird, auf Berlinerisch! Ich werde in regelmäßigen Abständen nach und nach jeweils einen Streich veröffentlichen, also kommen noch 6 weitere! Hier der Anfang:


Max und Moritz
Ne Rabaukenjeschichte in siem Streichn


In Berlina Dialekt übasetzt von Gerda Gränzig

Der Anfang vont Lied

Nee, von die Berlina Jörn
Jibtdit ümma wat ze hörn!
Von so zwee is hier de Rede,
Max und Moritz hießen beede.
Statt uff klure Wörta hörn,
Det se ooch so jeistvoll wern,
Ham se Faxen bloß jemacht,
Un sich noch halbdot jelacht.
Hockten jerne inne Ecken,
Dusslichkeiten auszehecken.
Äppel, Kürschn, Flaumn klaun,
Tiere queln, kleen Justav haun,
Dit is dufte, un mehr Leem,
Als de Beene platt sich stehn,
Inne Kürche oda Schule,
Frommzedun mit Pasdas Jule.
Lern’n ooch noch? meene Jüte,
Kommt ja janisch inne Tüte!
Aba ach!! et kommt ne Wende –
Un ick ahn dit schlimme Ende!
Darum habicks euch jeschildat,
Un for Steppkens ooch bebildat!

Ersta Streich

Wenn sich eena Tach un Nacht
Mit de Hühna Arbeet macht,
Isset erstns wejn de Eia –
Mussa morjens nich zu Meya.
Zweetns schmeckt ja ooch n Bratn,
Wenna knusprichbraun jeratn.
Un ick wette jern meen Kopp:
Ooch de Kissn sind tipptopp;
Denn de Fedan vonne Henn
Lassen een jemütlich penn!
Kiek, hier siehste Witwe Bolte,
Die dit allet ooch so wollte.
Drum hat Boltn ooch drei Henn
Und een Hahn im Hof ze renn.
Die zwee Raudis hemisch lachn,
Wolln de Bolten fuchtisch machen,
Pesen los und holn vier Köda –
Warts mal ab, du Hahn, du blöda!
Knötan anne lange Strippe,
Kleene Stücke vonne Schrippe:
An vier Feden ausjelotet,
Liecht nu kreuz und quer vaknotet
Uffn Hofe vonne Boltn,
Wat de Viecha fressn solltn.
Wie der Hahn dit hat jesehn,
Reißtan Schnabel uff zum Krehn,
Ruft sein Harem aus de Eckn,
Die sich schon de Schnäbel leckn.
Gackan fröhlich, Kopp jeduckt:
Jierich wird dit Brot vaschluckt.
Weit de Schnäbel uffjerissn,
Würgn se krampfhaft anne Bissn.
Wie im Walza jehts nu rund,
Feste sitzt de Schnur im Schlund.
Tanzen uffwärts, seitwärts, nieda,
Jott, ach Jott! und imma wieda.
Mensch, dit is ja nich ze gloom –
Alle viere hängn am Boom.
Außen Hals der arm’n Seeln,
Dringt n schrecklichet Krakehln.
Halb im Dode, eens fix drei,
Legn se Bolten noch n Ei!
Und die hört dit Wehjeschrei –
Sins de Hühna? dit wär neu!
Außen Bette und vort Haus …
Schreck lass nach – oh, wat forn Jraus!
„Looft ihr Trän’n außn Oogn,
Bin vor Jram janz krumm jebogn.
Jott, ach Jott, so hoch da droom,
Hängt meen Glück am Appelboom!“
Janz bedript von dit Malöhr,
Langt se sich dit Messa her,
Schneid de Hühna, halb im Taumeln,
Det se da nich länga baumeln.
Leise weenend, stumpf der Blick,
Schlurft se in ihr Haus zerück.
Dit war nu der erste Streich –
Klar, der zweete folcht ooch gleich.



Sonntag, 20. April 2008

Montag, 7. April 2008

Freitag, 4. April 2008